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Die Entwicklungsländer

Viele sog. Entwicklungsländer suchen unter dem Einfluss der Globalisierung die Flucht ins Moderne, einmal wegen der wirtschaftlichen Probleme, aber auch wegen der teilweise mittelalterlichen Gesellschaftsverhältnisse, die heute in Verbindung mit der Bevölkerungsexplosion zu unlösbaren Problemen führen. (Dazu auch "Peter Scholl-Latour : Afrikanische Totenklage" - Elend, Mord und Raubtierkapitalismus.)

Afrika erlebte durch den Kolonialismus eine Verschleppung von Sklaven und eine Ausbeutung seiner Bodenschätze, die heute bestimmten Schichten zugute kommt. Allerdings hat Afrika den Übergang zu einer Bildungskultur nicht vollziehen können. Die Bevölkerungsexplosion und die Ablehung von Geburtenkontrolle stellt ein unlösbares Problem dar, das die Bildungsanstrengungen zunichte macht, die nicht nur das Analphabethentum überwinden müssen. Es mangelt an der Erziehung des Vitalen und auch an der Bereitschaft dazu.

Indien war einmal als Land der vedischen Rishis bekannt. Das Caturvarnya, die vierfache Ordnung des vedischen Zeitalters, setzte sich während des ethisch-philosophischen upanishadischen Zeitalters fort.
Sie begann aber im konventionellen Zeitalter zu verschwinden, ersetzt durch das Kastensystem, das auf Vererbung und nicht auf individuellen Verdiensten beruhte. Indien erlebte den Niedergang einer Gesellschaft, die den Faden des Lebens und damit der Erneuerung verloren hatte. Intellektuelles und künstlerisches Streben, die wissenschaftliche und kritische Intelligenz, Kreativität und Intuition waren erlahmt. Soziale Funktionen wurden künstlich, und das Dharma wurde so streng, dass es die Freiheit der spirituellen Suche hemmte. Moksha  wurde als Gegensatz zum Leben gesucht.Teilwahrheiten wurden betont oder auch abgelehnt, die große spirituelle Synthese ging verloren. Auf diese Gesellschaft trafen die britischen Kolonialherren.

Indien wirbt heute mit Intelligenz und Computerspezialisten und versucht, die Hochtechnologie ins Land zu bringen und sich modern darzustellen. Allerdings schafft es sich so neue unüberwindbare innere Probleme sowohl bezüglich der Umweltverschmutzung als auch der neuen Slums aber auch bezüglich des Verfalls der Sitten. Defacto ist Indien inzwischen ein relativ konkurrenzfähiger Industriestaat, der dafür eine horrende Umweltverschnutzung in Kauf nimmt, und an dessen neuen Errungenschaften auch nur 20 % der Bevölkerung teilnehmen.
Es geht den ausländischen Firmen und Investoren natürlich um ihre Geschäfte, um die Erschliessung neuer Märkte, sei es in der Computertechnik oder in der Gentechnik, die in der Landwirtschaft als Heilsbotschaft ausgegeben wird, die aber inzwischen ihre Abgründe offenbarte.

Die Folge solcher Landwirtschaft ist angesichts der dortigen Verteilungsstruktur des Bodens (Kerala hat dort gezeigt, dass es auch anders geht) eine bei ca. 40% der Landbevölkerung endende geschätzte Arbeitslosigkeit - mit der Folge eines wachsenden Slumlebens(55% der Bevölkerung von Bombay lebt zB. in Slums).

Die gestiegenen Einnahmen aus der Landwirtschaft kommen daher größtenteils Großgrundbesitzern zugute. Die ungeliebten englischen Kolonialherren hatten zu ihrer Zeit das Land an die Wohlhabenden verteilt, und daher hat Indien ein Heer von sklavenähnlichen Landarbeitern.
Auf diese wartet ein Leben in den neuen Riesenslums, und der Prozess hat schon begonnen.

Die dortige Preisträgerin des alternativen Nobelpreises hatte dazu Lösungsvorschläge gemacht, wird aber nicht angehört, weil damit der Bevölkerung und nicht der Geschäftswelt geholfen ist, und weil ein Teil der eingespannten Intelligenzschicht wie besessen moderne Technik einführen will, sei es auch als Mitarbeiter von Firmen oder Konzernen.

In Indien hat Monsanto es geschafft, die viermal so teuren gentechnisch veränderten nur einjährigen Pflanzen durchzusetzen, da zu 80% nur noch Monsanto-Samen angeboten werden, und die Pflanzen inzwischen unter transgener Kontamination leiden. [Vandana Shiva // (PDF)]
Den Bauern in Mali ergeht es ähnlich und in Südamerkia ist der Mais fast überall transgen kontaminiert.

Ein weiteres altes Problem ist das internationale Patentrecht, bei dem wieder einmal die USA unrühmlicher Vorreiter sind. In den Entwicklungsländern tummelt sich  eine Schar ausländischer "Patentpiraten", die sich alles Lukrative patentieren lassen und so die einheimischen Märkte blockieren, die schon genug Probleme mit Billigimporten haben. Inzwischen sind schon über 30% der heimischen Pflanzen als Arzneimittel patentiert, und natürlich meistens von US-Bürgern. Der Patentierung von Mantras versuchte die indische Regierung durch eine Studie vorzubeugen.

Hier zeigt sich wieder einmal, dass die als fortschrittlich propagierte Internationalisierung doch hauptsächlich Wirtschaftsinteressen dient und nicht die Probleme der Entwicklungsländer lösen will. Die anfallenden Arbeitsplätze sind nur Abfallprodukte der Arbeitsprozesse.

Guru der Welt ?

Indien als ehemaliger Guru der Welt leidet auch sonst unter inneren Problemen, insbesondere unter einer Bevölkerungsexplosion, die jede Ökologie zunichte machte, und unter der verbreiteten orientalischen Emotionalität und Irrationalität und Unzuverlässigkeit, die nur durch Bildung und Erziehung überwunden werden könnte, die zwar viele wenn auch zu wenige Inder auf den Pfad des Yoga geführt hat, der zur inneren Bildung führt (bzw. führen sollte, wenn er nicht zwangsläufig  nur für bessere Intelligenz und besseres Leben ausgenutzt wird).

Ich will erst gar nicht vom verbreiteten "Bad im Ganges" reden, der nach der Überlieferung im Himmel  in unsere Welt und dann in die Unterwelt fliesst. An seinen Ufern leben ca. 40 % der Inder, und sein über 10000facher Verseuchungsfaktor stellt einen permanenten Ansteckungsherd dar, selbst wenn dort manchmal Bakterienphagen zu finden sind.

Indien hat inzwischen weit über 1 Milliarde Bevölkerung und weit über 1 Milliarde Ratten, die teilweise von Sekten in Tempeln verehrt und gefüttert werden und auf dem Lande die Ernten schädigen bzw. vernichten. Dort holen die Bauern dann Spezialisten aus der Kaste der Rattenvernichter. Diese kommen als grosse Gruppe und legen kein Gift aus, sondern sie blasen giftigen Rauch in die Erdgänge, denn mittags gibt es "Ratte auf Reis".
Die dortigen Landratten leben ja hauptsächlich vegetarisch wie die Kaninchen. Dieser Speiseplan ist damit nur Sache der Gewohnheit, denn was man manchmal so auf asiatischen Märkten angeboten bekommt, bis hin zu Skorpionen, Riesenkakalaken und Ameiseneierpfannkuchen (kein Kaviar). Da stimmen Sie mir doch evtl. zu, oder ... ?!?

Ein anderes Beispiel : In Indien fressen Millionen von "Heiligen Kühen" die Vegetation ab und geben nicht einmal Milch. Ihr Besitz ist auf den Dörfern ein Statussymbol. Parallel dazu verhungern dort die Inder....
Ein weiteres Beispiel sind Indiens Stadtaffen, die z.B. in Delhi zu hunderten über die Dächer turnen. Dort zerstören sie die Stromleitungen, drehen die Glühbirnen heraus, fressen alles an und zerstören, was ihnen zugänglich ist. An einem Tag der Woche ist der Hanuman - Tag. Dann werden sie gefüttert, und sie sind dabei schon verwöhnt und wählerisch bei der Nahrungsannahme. Ein Grossteil der Affen leidet zudem noch unter Tuberkulose (das betrifft auch über 10 % der indischen Bevölkerung). Aber sie dürfen nicht getötet werden, denn dahinter steht ja Hanuman, der Affengott - und die profitierende Priesterkaste schweigt dazu.

Indien mit seiner vielfältigen  unverstandenen Ishta-Devata - Götterwelt steht heute nicht mehr so sehr für Spiritualität. Darüber können auch die Bewegungen zur Wiederbelebung des Ayurveda nicht hinwegtäuschen, die meist einen finanziellen Hintergrund haben.

Natürlich gibt es in Indien sehr viele meditierende Menschen, aber selbst die wenigen Gurus haben dort meistens schon lange nicht nicht mehr den tieferen Einblick in die grossen Zusammenhänge.

Hier wäre auch das Verantwortungsbewusstsein der wahren Meister gefragt bzw. derer, die diese doppelsinningen Mythen in Umlauf brachten. Das ändert sich momentan allerdings ein wenig dank des Internet und dem Engagement weniger.

Das ist die andere Seite der dritten Welt : Mit Technik allein ist der dritten Welt halt nicht zu helfen(genauso wenig wie dem rest der Welt). Sie muss so angepasst sein, daß sie nicht innere Abläufe aus dem Gleichgewicht bringt, und daß das Neue allen Beteiligten zugute kommt und nicht nur dem Konsum. Auch fehlt dort an echter Bildung und der damit verbundenen Weitsicht, auch bezüglich der Geburtenregelung,  und an persönlicher Höherentwicklung, die in Afrika wenig Tradition hat.

Die Heilsbotschaft aus dem Westen ist die Technik und der Konsum und der Atheismus und Materialismus mit seinem Glauben an das Machbare - also die andere falsche Alternative unter dem verblendenden Deckmantel der Vernunft, die die Gesamtzusammenhänge nicht erkennt.