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Die Universelle Lehre - gewidmet den Menschen wahren guten WillensDie Universelle Lehre - gewidmet den Menschen wahren guten Willens

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Sri Aurobindo und die Mutter haben sich vielfältig zur spirituellen Liebe und ihren Wirkungen in den verschiedenen Schöpfungsebenen geäussert. Göttliche Liebe ist ein Aspekt des Ananda der göttlichen Shakti auf der sechsten Ebene. Menschliche sexuell geprägte Liebe hat eher etwas mit dem Arterhaltungstrieb zu tun, dem ungezähmten Löwen der 12ten Tarotkarte.

"Das Göttliche ist ein Wesen und nicht ein abgelöstes Dasein oder ein Zustand zeitloser Unendlichkeit. Das ursprüngliche und alleinheitliche Dasein ist Er, doch ist jenes Dasein untrennbar von Bewusstsein und Seinsseligkeit, und ein des eigenen Seins und der eigenen Seligkeit bewusstes Dasein können wir wohl eine göttliche unendliche Person nennen - Purusha.
Ferner schließt Bewusstsein immer Macht in sich ein, Shakti. Wo es unendliches Seinsbewusstsein gibt, da gibt es unendliche Seinsmacht, und alles im Weltall besteht durch jene Macht.
Zu dieser Gottheit, diesem Wesen wird sich das Bhakti eines ganzheitlichen Yoga verströmen und erheben. Jenseitig wird sie ihn in der Ekstase einer bedingungslosen Vereinigung suchen. Allheitlich wird sie ihn in unendlicher Eigenschaftsfülle und in jeder Erscheinungsform und in allen Wesen mit einer alleinheitlichen Wonne und Liebe suchen. Einzelwesentlich wird sie mit ihm alle menschlichen Beziehungen eingehen, welche die Liebe zwischen Person und Person erschafft."(Sri Aurobindo, Synthese des Yoga, II Kap-VIII)

"Die Begegnung von Mensch und Gott muss immer ein Eindringen und Eintreten des Göttlichen in den Menschen bedeuten und ein Selbstversenken des Menschen in die Göttlichkeit. Doch ist jenes Versenken nicht von der Art des Entwerdens. Auslöschung ist nicht die Erfüllung all dieser Suche und Leidenschaft, dieses Schmerzes und dieser Verzückung. Das Spiel wäre nie begonnen worden, wenn es darartig enden müsste."(Sri Aurobindo, Gedanken und Einblicke)

"Die natürliche Haltung des seelischen Wesens besteht darin, sich als das Kind, den Sohn Gottes, den Bhakta zu fühlen. Es ist ein Teil des Göttlichen, im Wesen eins mit ihm, wenn auch in der Dynamik der Offenbarung immer, selbst in der Wesenheit, ein Unterschied besteht.
Der Jivatman hingegen lebt im Wesen und kann mit dem Göttlichen in einer Wesenseinheit verschmelzen. Doch sobald er die Dynamik der Offenbarung leitet, kennt auch er sich als ein Zentrum des Göttlichen, nicht als den Parameshvara."(Sri Aurobindo, On Yoga, II, Band I, Teil I, 5)

Krishna, der göttliche Flötenspieler, ist das innewohnende und allheitliche Göttliche, die höchste Anziehungskraft. Radha, die Psyche, die seelische Persönlichkeit, antwortet dem Ruf des Flötenspielers... Krishnas Gnade ruft wen sie will, ohne einen bestimmten Grund für die Wahl oder die Ablehnung. Alles steht in ihrem Belieben.... Das hängt nicht von äusserem Verdienst oder scheinbarer Tauglichkeit ab...
Einige mögen die Bereitschaft haben, Krishnas Flöte zu erkennen, einige für den Anruf Christi, einige für den Tanz Shivas - jedem sein eigener Weg und die Antwort seiner Natur auf den Ruf des Göttlichen.

Damit es kein Gefühl der Trennung mehr gibt, muss man in sich eine vollkommene Wesenseinheit verwirklicht haben. Ist dies einmal geschehen, dann kommt die Geschichte zu ihrem Ende, und es gibt nichts mehr zu erzählen. Deshalb wurde gesagt, wenn die Welt, die Schöpfung, völlige Wesenseinheit mit dem Göttlichen verwirklichen würde, gäbe es keine Schöpfung mehr. Es wäre die Rückkehr ins Pralaya. Die Lösung ist demnach, das Ananda mitten in diesem Spiel zu finden, wo man gibt und empfängt, wo man zwei zu sein scheint. Daher waren die Vaishnavas und so viele Mystiker den Geschmack der Zweiheit. Sonst - in der Wesenseinheit vollständig und vollkommen - , gibt es keine Vergegenständlichung mehr.
Ich sagte schon, das es mit dem Ananda der Wesenseinheit beginnt und nach der ganzen Rundreise der Schöpfung im Ananda der Vereinigung endet. Hätte es keine Rundreise gegeben, gäbe es nie das Ananda der Vereinigung. Es gäbe nur das Ananda der Wesenseinheit." (Die Mutter, 1218.7.56; Bulletin, Febr. 1961)

"Es gibt noch eine andere grosse Persönlichkeit der göttlichen Shakti. Die unentbehrlichste von allen für die spirituelle Verwirklichung ist die Persönlichkeit jener geheimnisvollen und mächtigen Ekstase, die einer höchsten göttlichen Liebe entströmt, des Ananda, das allein die Kluft zwischen den höchsten Höhen des Göttlichen und den tiefsten Abgründen der Materie heilen kann, des Ananda, das den Schlüssel eines wundervollen göttlichsten Lebens besitzt und selbst aus seiner Verborgenheit das Wirken aller anderen Mächte des Universums unterstützt."(Sri Aurobindo, Die Mutter, Die Synthese des Yoga V)

  "Liebe ist eine der grossen Kräfte des Weltalls. Sie besteht in sich selbst, unabhängig von den Gegenständen, in denen, durch die hindurch und für die sie sich in einer immer freien Bewegung offenbart.
Die Menschen meinen, sie hätten sich plötzlich verliebt. Sie sehen ihre Liebe entstehen, wachsen und vergehen, oder auch etwas länger dauern bei denen, die für eine Verlängerung ihrer Regung mehr veranlagt sind.
Nicht allein in den Menschen offenbart sich die Liebe, sie ist überall. Ihre Bewegung regt sich in den Pflanzen, eventuell sogar in den Steinen. Es ist leicht, ihre Gegenwart in den Tieren zu erkennen.
Die göttliche Liebe gibt sich und verlangt nichts. Was die Menschen daraus gemacht haben, davon spricht man besser nicht. Sie haben sie zu etwas Abstossendem und Hässlichem entstellt. Dennoch bringt die erste Berührung mit der Liebe auch bei den Menschen einen Widerschein ihres reinsten Gehaltes mit sich. Für einen Augenblick sind sie fühig, sich selbst zu vergessen. Für einen Augenblick erweckt und vergrössert die göttliche Liebesberührung alles, was edel und schön ist. Doch schon bald gewinnt die menschliche Natur die Oberhand zurück, voller unreiner Forderungen, verlangt etwas für das was vergeben wurde, schachert um das, was uneigennnütziges Geschenk sein sollte, beansprucht mit grossem Lärm die Befriedigung niederer Begierden, verunstaltet und beschnutzt, was göttlich war. ( Sri Aurobindo, Die Synthese des Yoga I, Kap. VI)

  Die dem Göttlichen zugewandte Liebe sollte nicht das übliche vitale Gefühl sein, dem die Menschen diesen Namen geben. Denn jenes ist nicht Liebe sondern nur eine vitale Begierde, ein Aneignungsinstinkt, der Trieb zu besitzen und zu monopolisieren. Nicht nur ist dies nicht die göttliche Liebe, sondern es sollte ihm auch nicht die geringste Einmengung in den Yoga gestattet werden. Die wahre Liebe zum Göttlichen ist eine Selbsthingabe, frei von Anspruch, voller Unterwerfung und Hingebung. Sie fordert nichts, schließt keinen Handel, ergibt sich nicht der Heftigkeit einer Eifersucht, Überhebung oder Wut, denn diese Dinge sind in ihr nicht angelegt. Als Erwiderung gibt sich die göttliche Shakti ihrerseits, doch frei durch ihre Gegenwart in deinen Geist, dein Vitales und dein Körperbewusstsein.(Sri Aurobindo , On Yoga II, Band I, Teil II,7)

"Es ist ein Irrtum zu meinen, das Vitale allein habe Wärme und das Seelische sei etwas Kaltes, ohne irgendeine Flamme in sich. Ein klares, lauteres Wohlwollen ist eine sehr gute und wünschenswerte Sache. Doch das ist nicht mit seelischer Liebe gemeint. Liebe ist Liebe und nicht bloß Wohlwollen. Seelische Liebe kann eine ebenso eindringliche und noch eindringlichere Wärme und Flamme haben als das Vitale, nur ist sie ein reines Feuer, nicht abhängig von der Befriedigung der Ich-Begierde oder vom Aufzehren des Brennstoffs, den es umfängt. Sie ist eine weisse Flamme, keine rote. Doch steht weisse Hitze der roten an Glut nicht nach. Es ist wahr, daß die seelische Liebe in den menschlichen Beziehungen und der menschlichen Natur gewöhnlich keinen freien Spielraum gewinnt. Sie findet die Fülle ihres Feuers und ihrer Ekstase leichter, wenn sie dem Göttlichen entgegengehoben wird."(Sri Aurobindo, On Yoga, Ii, Band I, Teil II,7)

"Beachtet, das ich nicht von dem spreche, was die Leute Wonne nennen, der Wonne, die vom Vergnügen kommt, vom Vergessen, von der Gleichgültigkeit, was nicht einmal eine Karikatur der wahren Wonne(Ananda) ist, sondern eher eine teuflische Erfindung, um euch den Weg verlieren zu lassen. Ich spreche von einer Wonne, die vollkommener Friede ist, schattenloses Licht, Harmonie, völlige Schönheit und unwiderstehliche Gewalt, der Wonne, die die göttliche Gegenwart selber ist, in ihrem Wesen, in ihrem Willen und in ihrer Verwirklichung. Mit dem Widersacher kam das Leiden in die Welt. Nur das Ananda kann ihn bezwingen. Das Ananda hat erschaffen, das Ananda wird vollenden."(Die Mutter, Gespräche, 7.12.1955)

"Der Mensch ist in das Vergnügen verliebt. Daher muss er das Joch von Kummer und Schmerz auf sich nehmen. Denn unvermischte Wonne gibt es nur für die freie und leidenschaftslose Seele. Doch das, was im Menschen dem Vergnügen nachjagt, ist eine leidende und angestrengte Energie."(Sri Aurobindo, Gedanken und Einblicke)

"Was man gewöhnlich Liebe nennt, ist von der Hauptschwingung wahrer Liebe soweit entfernt wie Hass, nur verengt und verhärtet sich das eine, und das andere schlägt aus. Das ist der ganze Unterschied."(Die Mutter,"A Props", Bullin, Februar 1966)

"Sünde ist das, was einst an seinem Platz war und weil es fortdauert, nun fehl am Platz ist. Es gibt keine andere Sünde."(Sri Aurobindo, Gedanken und Aphorismen)

"Liebe ist nicht geschlechtliche Beziehung. Liebe ist nicht vitale Beziehung und vitaler Austausch. Liebe ist nicht des Herzens Bedürfnis nach Zuneigung. Liebe ist eine allgewaltige Schwingung, unmittelbar vom Einen ausgeströmt, und nur der sehr Reine und der sehr Starke ist fähig sie zu empfangen und zu offenbaren. Rein sein heisst, nur für den Einfluss des Höchsten offen zu sein und für keinen anderen."(Die Mutter, Bulletin, Nov. 1963, S. 24)
"Liebe ist in ihrer Natur das Begehren, sich anderen zu geben und andere dafür zu erhalten.... körperliches Leben begehrt nicht sich zu geben, es begehrt nur zu erhalten...
Liebe gehorcht zuerst dem Gesetz des Hungers und geniessst es, mehr von anderen zu erhalten und zu verlangen, als sich anderen zu geben und zu überlassen, was sie vor allem als notwendigen Preis anerkennt für das, was sie begehrt...
Ihr wahres Gesetz ist die Begründung eines gleichen Handels, bei dem die Freude des Gebens der Freude des Erhaltens gleichkommt und schließlich sogar dazu neigt, grösser zu werden. Dies geschieht aber, wenn sie unter dem Druck der seelischen Flamme über sich hinausschießt, um die äusserste Einheit zu erlangen und daher das, was ihr als Nicht-Selbst erschienen war, erkennen muß als einnoch größeres und teureres Selbst als die eigene Einzelwesenheit." (Sri Aurobindo, Life Divine, I, Kap. XXI)

"Kein Irrtum kann gefährlicher sein als die Einmischung geschlechtlicher Begierden und eine Art subtiler Befriedigung davon zuzulassen und das als einen Teil der Sadhana zu betrachten. Dies wäre der wirksamste und geradeste Weg zu einem geistigen Absurz und zu einem Einbruch von Kräften, die die spirituelle Herabkunft hemmen und stattdessen gegnerische vitale Mächte herabbringen würden, die Verwirrung und Unheil säen.
Ein Irrtum ist auch die Vorstellung, das zwar die Geschlechtstätigkeit aufzugeben sei jedoch eine Art von innerer Nachbildung an der Umwandlung des Geschlechtstriebes teilhabe.
Die Tätigkeit der tierischen Geschlechtsenergie in der Natur ist eine Einrichtung für einen besonderen Zweck im Haushalt der stofflichen Schöpfung in der Unwissenheit.
Doch die begleitende vitale Erregung bietet günstige Gelegenheit und Schwingung in der Atmosphäre für das Hereinbrechen gerade jener vitalen Kräfte und Wesen, deren ganzes Anliegen es ist, die Herabkunft des spirituellen Lichtes zu verhindern....
... Wenn göttliche Liebe das Körperliche berührt, weckt sie nicht die groben Neigungen des niederen Vitalen. Ihnen nachzuhängen würde jene nur abstossen und veranlassen, sich auf die Höhen zurückzuziehen, von wo es schon schwierig genug in die Rohheit der stofflichen Schöpfung herabzubringen ist, die nur es allein umwandeln kann. ("Sri Aurobindo says, Bulletin,August 1965)

"Die irdische Geschlechtsregung ist eine Nutzung der körperlichen Grundenergie durch die Natur zum Zweck der Fortpflanzung. Der Schauder, von dem die Dichter sprechen, der von einer groben Erregung begleitet wird, ist der Köder, mit dem sie die Zustimmmung des Vitalen zu diesem sonst so unangenehmen Vorgang gewinnt. Es gibt viele, die sich nach dem Akt voll Ekel abgestossen fühlen und daher einen Widerwillen gegen den Partner empfinden. Dennoch kehren sie dazu zurück, wenn sich der Ekel angesichts der Lockung verflüchtigt hat.
Die Geschlechtsenergie an sich ist eine grosse Macht mit zwei Teilkräften in ihrer körperlichen Grundlage, die eine, die zur Fortpflanzung den dafür notwendigen Fortgang bestimmt, die andere zur Speisung der allgemeinen Energien des Körpers, Geistes und des Vitalen, sowie der spirituellen Energien des Körpers. Die alten Yogis nannten diese beiden Kräfte Retas und Ojas."(Sri Aurobindo, On Yoga, Teil II,7)

"Am Anfang dieser Offenbarung besteht die Liebe in der Reinheit ihres Ursprungs aus zwei Bewegungen, den beiden sich ergänzenden Polen des Dranges nach vollständiger Verschmelzung. Dies ist einerseits die höchste Anziehungsgewalt und anderserseits das unwiderstehliche Bedürfnis nach unbedingter Selbsthingabe.
Was in den Raum geworfen worden war, musste wieder zurückgeführt werden, ohne daß deswegen das so geschaffene Weltall aufgehoben würde. Darum sprang die Liebe hervor, die unwiderstehliche Vereinigungsgewalt...

Ist denn nicht Liebe, in abgeirrter und verdunkelter Gestalt, mit allen Impulsen der körperlichen und vitalen Natur verbunden der Antrieb jeder Bewegung und jeder Gruppierung ?
Völlig sichtbar wird dies im Pflanzenreich. Beim Baum und bei der Pflanze ist sie der Drang zu wachsen, um mehr Licht, mehr Luft, mehr Raum zu gewinnen. Bei der Blume ist sie das Geschenk ihrer Schönheit und ihres Duftes in einem verliebten Aufblühen. Steht sie nicht auch bei den Tieren hinter dem Hunger, dem Durst, dem Bedürfnis nach Aneignung, Ausbreitung, Fortpflanzung, kurz hinter jeder Begierde, bewusst oder nicht, und bei den höheren Arten in der selbstverleugnenden Aufopferung des Muttertiers für seine Jungen ? Das führt uns ganz natürlich zur menschlichen Gattung, in der das sieghafte Auftreten der Geistestätigkeit diese Verbindung zum Gipfelpunkt bringt, denn sie ist bewusst und willentlich geworden.
Von diesem Augenblick an erscheint in den Werken der Natur auch klar ihr Wille, mit Hilfe von immer zahlreicheren und zusammengesetzten Gruppierungen die anfängliche Einheit schrittweise und stufenweise wiederherzustellen. Nachdem sie sich der Liebeskraft bedient hat, um zwei Menschen zusammenzubringen, und die Zweiergruppe als Ursprung der Familie zu schaffen, nachdem sie die engen Grenzen des persönlichen Egoismusses zerbrochen hat, um ihn mit einem Egoismus zu zweit zu vertauschen, bildet sie mit dem Kommen der Kinder eine umfassendere Einheit, die Familie, und im Laufe der Zeit werden mit Hilfe von vielfältigen Verbindungen zwischen den Familien, von Einzelaustausch und Blutsvermischung immer grössere Gruppierungen geformt - Klane, Stämme, Kasten, Klassen, um schliesslich zur Schaffung von Nationen zu führen.
Die Gruppierungsanstrengung geht gleichzeitig an den verschiedenen Punkten der Welt vor sich und kristallisiert sich in den verschiedenen Rassen, und nach und nach wird die Natur auch diese Rassen zusammenschmelzen in ihrem Bemühen, eine stoffliche und wirkliche Grundlage für die menschliche Existenz zu errichten.(Die Mutter, Die vierfache Selbstzucht und die vierfache Befreiung)

Solange nicht das ganze Bewusstsein von zweifelhaftem Stoff gesäubert und die Verwirklichung der Einheit in der höchsten Reinheit gefestigt ist, empfiehlt sich der Ausdruck Alliebe nicht. Indem man sie in sich hält wird sie wirklich ein wahrer Teil der Natur, wohlbegründet und geläutert durch Verbindung mit den anderen noch kommenden Verwirklichungen....
..ich habe Fälle von sehr guten Jogis gekannt in denen Wishva-Prema(Alliebe) zu Wishva-Kama(Allust) wurde. Das geschah mit vielen in Europa wie im Osten.
...Wenn die Sadhana fortgeschritten ist und das Wissen von oben kommt, um die Liebe zu erhellen und zu führen , dann wird es anders sein.  (Sri Aurobindo in On Yoga, II, Band I, Teil II,8)

"Liebe wird für das gnostische Wesen Berührung, Begegnung, Vereinigung von Selbst mit Selbst, von Geist mit Geist sein, Wesensvereinigung, eine Macht und Freude, Innigheit und Vertrautheit von Seele zu Seele, vom Einen zum einen, Freude der Wesenseinheit und der Folgen mannigfaltiger Wesenseinheit. Diese Freude einer innigen selbstenthüllten Mannigfaltigkeit des Einen, der vielfachen Vereinigung des Einen und eine glückliche Wechselwirkung in der Wesenseinheit werden für es der voll enthüllte Sinn des Lebens sein. Ästhetische und dynamische Schöpfung, geistige, vitale oder stoffliche Schöpfung werden für es den gleichen Sinn haben. Dieser wird die Schaffung bedeutungsvoller Formen der ewigen Kraft, des ewigen Lichtes, der ewigen Schönheit und Wirklichkeit sein - die Schönheit und Wahrheit ihrer Formen und Körper, die Schönheit und Wahrheit ihrer Mächte und Eigenschaften, die Schönheit und Wahrheit ihres Geistes, ihre formlose Schönheit von Selbst und Wesen." (Sri Aurobindo, Life Divine, Kap. 55)