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Die Universelle Lehre - gewidmet den Menschen wahren guten WillensDie Universelle Lehre - gewidmet den Menschen wahren guten Willens

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Der momentane menschliche Geist ist an den Körper und somit an das Gehirn gebunden. Gehirnwellen stellen einen wichtigen Regulierungsfaktor der menschlichen Psyche dar.

Selbst wenn Neurowissenschaften und Verhaltenspsychologie zusammenarbeiten, werfen sie dennoch nicht genügend Licht auf die subjektive Erfahrung, da beide Disziplinen überwiegend von der objektiven Perspektive der dritten Person ausgehen.

Das menschliche Gehirn erzeugt in den verschiedenen Schlafphasen Wellen unterschiedlicher Frequenz. Entdecker der elektromagnetischen "Gehirn-Signale" ist der Neurologe und Psychiater Hans Berger (1873-1941). Auf ihn wird das aus der Medizin bekannte EEG (Elektroenzephalogramm) zurückgeführt.

Die Medizin unterscheidet daher mehrere Wellen des Gehirns (besser der Kopfhaut):

Delta-Wellen
Delta-Wellen liegen im Frequenzbereich von 1 bis 4 Hertz und treten im Tiefschlaf auf, der zur Regeneration des Körpers, des Immunsystems und der Zellen sowie auch des seelischen Gleichgewichts unersetzlich ist. (Das Sivasutra lehrt : Tiefschlaf ist Maya.)

Theta-Wellen
Theta-Wellen aus dem Bereich von 4 bis 8 Hertz treten in einem Zustand tiefster Entspannung oder bei bestimmten Meditationen auf. Tagträume - in gefährlicher Form auch als kurze "geistige Abwesenheit" bei Autobahnfahrten bekannt - sind zB. unerwünschte Phasen der Theta-Welle. Ihre Nutzung bzw. Erzeugung kann langfristig das Erinnerungs- und Konzentrationsvermögen bzw. die Lernfähigkeit verbessern.

Alpha-Wellen
Alpha-Wellen liegen im Bereich von 8 bis 13 Hertz. Sie treten in Zuständen leichter Entspannung bei geschlossenen Augen auf. Sie werden mit dem Öffnen der Augen durch Beta-Wellen ersetzt (Berger-Effekt). Den gleichen Effekt erreicht man bei geschlossenen Augen, wenn man beispielsweise eine einfache Rechenaufgabe im Kopf zu lösen beginnt.

Beta-Wellen
Beta-Wellen liegen im Bereich von 13 bis 30 Hertz. Sie stellen die Gehirnwellen des normalen Wachzustands bzw. von angeregten Situationen dar. Auch leichte Stress- und Angstsituationen können zu Beta-Wellen führen.

Gamma Wellen
Sie betreffen den Bereich über 30 Herz und treten bei starker Konzentration, Lernprozessen und verschiedenen Meditationen auf. Sie wurden z.B. bei fortgeschrittenen Mönchen im Vajrayana und während der Vipassana-Meditation festgestellt, wo nach langjähriger Meditationspraxis über 30-fach erhöhte Amplituden gemessen wurden.

Nach einem Forscherteam um Dr. Ursula Voss von der Goethe-Universität Frankfurt am Main und dem Vitos Waldkrankenhaus Köppern und Walter Paulus vom Universitätsklinikum Göttingen, die aktuell im Fachjournal "Nature Neuroscience" (DOI: 10.1038/nn.3719) berichten, sind unsere normalen Träume deshalb so unkontrollierbar, weil im Traumzustand der Verstand als kontrollierender Filter ausgeschaltet ist. Diesbezüglich wurden erfolgreich Gammawellen in das Gehirn mittels äußerlicher Elektroden durch den Schädelknochen übertragen. Die minimalen elektrischen Impulse in verschiedenen Frequenzen zwischen 2 und 100 Hertz führten bei Frequenzen von 25 und 40 Hertz bei mehreren Versuchspersonen zu Klarträumen, in denen der Träumer sich dessen bewusst ist, dass er träumt.


Auch esoterische Übungen können zu einer Veränderung der Gehirnwellen führen. Schon Prof. Stephan Palos stellt in seinem Buch "Atem und Meditation" während des Test chinesischer Atemübungen veränderte Gehirnwellenaktivitäten fest.


Neuste Forschung


Biofeedback : Das Biofeedback war eine Zeitlang im Gespräch. Es erlaubt kontrollierte Tiefentspannung.
Auch die Stimulation per Elektro-Akkupunktur kann Erfolge aufweisen.


Muskelstimulatoren : Per Reizstrommuster werden Muskeln entspannt. Diese Geräte erzeugen je nach Hersteller kurzfristige Impulse hoher Spannung und sind evtl. auf lange Zeit nicht ganz unbedenklich.


Tens-Geräte (0-120Hz / 0-130 mA/ einseitige Pulse): Ihre Wirkung beruht angeblich auf einer Nervenstimulation. Sie sind wegen der hohen Impulsströme auf die Dauer ebenfalls nicht ganz unbedenklich(je nach Konstruktion).


Blutzapper (3,92 Hz / Ik=3mA /wechselndes Rechteck). Er wurde von einem Herrn Beck gebaut, kostenlos verteilt und inzwischen in veränderter Form nachgebaut. In den USA wurde das Gerät auch klinisch erprobt.

Es ist im Prinzip ein einfacher Schwachstrom-Rechteckwellen-Generator mit Strombegrenzung auf wenige Milliampere, der Muskeln stimuliert und Bakterien und Viren schwächt(US-Patent) und wegen der kleinen Ströme und der niedrigen Frequenz sehr schonend arbeitet. Das Originalgerät liefert alternierende Rechtecke und hatte Handelektroden. Evtl. hat er auch eine Wirkung in Richtung Elektroakupunktur.

Auch mit Magnetpulsern existieren teilweise gute Erfahrungen.